Empirisch inspiriert
Der Wissens-Podcast mit Dr. Kristin Torka
Willkommen beim neuen Podcast „Empirisch inspiriert“! In jeder Folge unterhält sich Dr. Kristin Torka mit Gäst*innen, die Einblicke in ihre Forschungsbereiche im Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD geben. Gemeinsam mit Expert*innen aus Soziologie, Theologie und Volkswirtschaft bespricht sie in regelmäßigen Abständen Ergebnisse qualitativer und quantitativer Studien zu Themen aus Religion, Kirche und Gesellschaft. Dieser Podcast ist perfekt für alle, die sich von gegenwartsrelevanten Fragen inspirieren lassen möchten und darüber hinaus Perspektiven über den Tellerrand wagen.
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Willkommen beim neuen Podcast „Empirisch inspiriert“! In jeder Folge unterhält sich Dr. Kristin Torka mit Gäst*innen, die Einblicke in ihre Forschungsbereiche im Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD geben. Gemeinsam mit Expert*innen aus Soziologie, Theologie und Volkswirtschaft bespricht sie in regelmäßigen Abständen Ergebnisse qualitativer und quantitativer Studien zu Themen aus Religion, Kirche und Gesellschaft. Dieser Podcast ist perfekt für alle, die sich von gegenwartsrelevanten Fragen inspirieren lassen möchten und darüber hinaus Perspektiven über den Tellerrand wagen.
Wer kümmert sich um unsere Eltern, wenn sie irgendwann nicht mehr allein zurechtkommen – ein Pflegedienst, ein Pflegeheim oder am Ende doch wir selbst?
Pflege ist kein fernes Altersthema. Sie kann von einem Tag auf den anderen den Alltag einer ganzen Familie verändern: Wer begleitet zu Arztterminen, organisiert Unterstützung und übernimmt die tägliche Versorgung? Wer reduziert seine Arbeitszeit? Und wie lässt sich die Pflege von Angehörigen mit dem Beruf und vielleicht gleichzeitig mit der Betreuung der eigenen Kinder vereinbaren?
In dieser Folge von „empirisch inspiriert“ sprechen wir über die geplante Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung. Der Sozialökonom Dr. Andreas Mayert erklärt, weshalb das deutsche Pflegesystem gleich vor zwei großen Herausforderungen steht: einem Finanzierungsproblem und einem Versorgungsproblem. Während die Zahl der Menschen mit Pflegebedarf in den kommenden Jahren steigen wird, schrumpft die Zahl derjenigen, die Beiträge zahlen oder Pflege übernehmen können – beruflich ebenso wie innerhalb der Familie.
Doch stärken die diskutierten Reformvorschläge die Menschen, auf die das Pflegesystem besonders angewiesen ist? Oder wird ausgerechnet bei pflegenden Angehörigen und professionellen Pflegekräften gespart?
Im Gespräch geht es unter anderem um mögliche Einschnitte bei der Absicherung pflegender Angehöriger, den Entlastungsbetrag und das Pflegegeld, strengere Voraussetzungen für Pflegegrade sowie die hohen Eigenanteile in Pflegeheimen. Wir fragen, was die Reform für Familien bedeutet, weshalb die Vereinbarkeit von Beruf und Familie künftig immer stärker auch die Pflege von Eltern, Partnerinnen und Partnern einschließen muss und welche Folgen die Vorschläge für Löhne, Arbeitsbedingungen und Personalmangel in der professionellen Pflege haben könnten.
Am Ende wird es persönlich: Müssen jüngere Menschen Angst vor der Zukunft der Pflege haben? Sollten wir bereits heute Geld für eine mögliche Pflegebedürftigkeit unserer Eltern zurücklegen – oder darf die Absicherung eines solchen Lebensrisikos nicht zur privaten Aufgabe jeder einzelnen Familie werden?
Diese Folge eröffnet zugleich eine zusätzliche Reihe von „empirisch inspiriert“: Die Bundesregierung plant in den kommenden Monaten Veränderungen in verschiedenen Bereichen der sozialen Sicherung. Gemeinsam mit Dr. Andreas Mayert fragen wir künftig: Warum sind Reformen notwendig? Wo liegen die eigentlichen Probleme? Was schlägt die Politik vor? Droht ein großer Sozialabbau – oder steckt der Teufel eher im Detail? Und welche Alternativen gibt es?
Die zusätzlichen Folgen erscheinen vorerst jeweils zur Mitte des Monats – ergänzend zu unseren regulären Folgen am Monatsanfang.
Zum Weiterlesen:
Andreas Mayert, unter Mitarbeit von Tobias Hauck: Langzeitpflege in der digitalen Gesundheitsökonomie. Chancen und Versäumnisse. SI-Studien aktuell, Band 5, Nomos, Baden-Baden 2026.
Das Buch untersucht die Arbeitsbedingungen und den Personalmangel in der Pflege, die wirtschaftliche Situation ambulanter und stationärer Pflegeanbieter sowie die Möglichkeiten und Hindernisse der Digitalisierung. Es ist als E-Book Open Access verfügbar:
https://doi.org/10.5771/9783748963219
#Pflegereform #Pflegeversicherung #PflegendeAngehörige #Pflegenotstand #Sozialpolitik

