Technologischer Fortschritt hat seit Beginn der Industrialisierung Arbeitsmärkte und Arbeitswelten beständig und auf vielfältige Weise verändert. Mit der Digitalisierung bzw. den unter diesem Begriff zusammengefassten Technologien werden jedoch im wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs besonders hohe Erwartungen, aber auch besonders große Befürchtungen verbunden. Während Optimisten auf hohe Produktivitätszuwächse, die Erschließung neuer Märkte oder die Entwicklung smarter Produktionsprozesse und Produkte hoffen, befürchten Pessimisten einen Anstieg technologischer Arbeitslosigkeit, die Verdrängung ganzer Berufsfelder oder eine zunehmende Kontrolle der Arbeitnehmer.

Die Studie untersucht denkbare Folgen der Digitalisierung für Arbeitsmärkte und Arbeitswelten theoretisch und empirisch. Welche Technologien stehen beim technologischem Wandel im Mittelpunkt und welche spezifischen Auswirkungen werden mit ihnen verbunden? Welche Folgen der Digitalisierung sind heute schon beobachtbar und für Arbeitnehmer spürbar? Ist mit einer Fortsetzung dieser Trends zu rechnen oder ist mit einem großen strukturellen Umbruch erst in den nächsten Jahrzehnten zu rechnen? Welche sozialethischen Fragestellungen werfen die im Rahmen der Digitalisierung erwarteten Veränderungspotentiale auf? Welche Auswirkungen kann der zu erwartende Wandel aus Sicht der Arbeitnehmer auf die verschiedenen Bedeutungsdimensionen der Arbeit und den Bezug zum erlernten und ausgeübten Beruf haben?

Verantwortlich: Dr. Andreas Mayert
Laufzeit: 2017-2019