Sozialwissenschaftliche Forschung im Auftrag der Kirche – Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm gratuliert dem Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD zum Jubiläum

Vor 50 Jahren wurde in Bochum das Sozialwissenschaftliche Institut der EKD (SWI) gegründet, mit dem Ziel, „durch sozialethische und sozialwissenschaftliche Studienarbeit der Verkündigung und dem Dienst der Kirche in einer sich wandelnden Gesellschaft die wissenschaftliche Grundlage zu geben.“ Das heutige Sozialwissenschaftliche Institut der EKD (SI) in Hannover besteht seit 2004. Es ist ein Zusammenschluss aus dem SWI und der Pastoralsoziologischen Arbeitsstelle (PSA) der hannoverschen Landeskirche.

„Sozialethik und Pastoralsoziologie helfen, die Rolle der Kirche und des christlichen Glaubens in der gesellschaftlichen Wirklichkeit zu klären. Und genau dort setzt die Arbeit des SI an. Das Institut hat sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt.“, würdigt der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, die Arbeit des Instituts. Mit der Zusammenführung der beiden Institute zum Sozialwissenschaftlichen Institut hatte die EKD unterstrichen, dass das arbeitsweltbezogene, sozialpolitische und sozialethische Engagement zum Kernauftrag der evangelischen Kirche gehört.

Unter der Leitung ihres Gründungsdirektors, Gerhard Wegner, hat das wissenschaftliche Team des SI von 2004 bisher rund 150 wissenschaftliche Projekte durchgeführt. Darüber hinaus ist das SI für den Rat der EKD und andere kirchenleitende Gremien als wissenschaftlicher Dienst tätig.

In der sozialethischen Forschung wurden Themen wie die Armutsdebatte ebenso wie die Entwicklung des wirtschaftlichen Geschehens in der Bundesrepublik und der Sozialstaat behandelt. Das SI war im Bereich der Kirchensoziologie maßgeblich an der Begleitung und Auswertung der Kirchenmitgliedschaftsuntersuchungen beteiligt, hat eigene Forschungslinien zum Image der Kirche und zur Zukunft der Kirchengemeinden entwickelt und zur Pflegepraxis und in der Altersforschung gearbeitet. Besondere öffentliche und mediale Aufmerksamkeit erlangten die Studien zur Sterbehilfe einerseits und zur Migration ab 2016 andererseits.

Aus Anlass dieses Jubiläums veranstaltet das SI am Freitag, 10. Mai 2019, eine Tagung in Berlin zum Thema:

Fiktionen der Fülle
Religiöse Kommunikation und Sozialpolitische Kultur
(Heilig-Kreuz-Kirche, 10961 Berlin, Zossener Straße 65, Beginn 10.45 Uhr, Ende 18.30 Uhr)
Programm der Tagung

Hintergrund:
1969 wurde in Bochum das Sozialwissenschaftliche Institut der EKD (SWI) gegründet. In Hannover ist im Jahr 1971 die Pastoralsoziologische Arbeitsstelle (PSA) (ab 1998 Pastoralsoziologisches Institut an der Ev. Fachhochschule) eingerichtet worden. Aufgabe dieses Instituts war es, die kirchliche Wirklichkeit in interdisziplinärer Verknüpfung von Theologie und Soziologie zu erforschen und die Ergebnisse in der kirchlichen Praxis umzusetzen. Seit Oktober 2004 bilden beide Institute das Sozialwissenschaftliche Institut der EKD (SI) in Hannover mit den Forschungsfeldern Sozialethik und Kirchen-/Religionssoziologie.

Hannover, 30. April 2019

Pressestelle der EKD
Annika Lukas

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